Blutzuckerwerte mit natürlichen Lebensmitteln senken

Blutzuckerwerte mit natürlichen Lebensmitteln senken

Hohe Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum können Diabetes zur Folge haben. Die Zuckerkrankheit ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen und unter anderem verantwortlich für kardiovaskuläre Erkrankungen und Gefäßschäden.
Mit den folgenden 15 natürlichen Lebensmitteln kann einem hohen Blutzuckerspiegel auf ganz natürliche Art und Weise entgegengewirkt werden.


Flohsamen

Flohsamen gehören zur Familie der Wegerich-Gewächse. Sie sind nicht nur förderlich für unsere Verdauung, sondern helfen auch, den Zuckerspiegel im Blut zu regulieren. Aufgrund des sehr hohen Anteils an Ballaststoffen erfolgt eine verzögerte Aufnahme des aufgenommenen Zuckers ins Blut. Besonders bei Personen, die an Diabetes Typ-2 leiden, zeigten sich beachtliche Verbesserung in Nüchternblutzucker und HbA1c-Werten. Regelmäßiger Verzehr von Flohsamen sorgt zusätzlich zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Blutzuckers.


Chilis

Hier ist insbesondere der in Chilis vorhandene Scharfstoff Capsaicin zu erwähnen. Einer Studie zufolge wirkt sich der Konsum von Chilis positiv auf einen zu hohen Insulinspiegel aus. In der Testgruppe wurden nach 4 Wochen regelmäßigen Chili-Konsums deutlich niedrigere Insulinwerte gemessen, als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe, die keine Chili-Diät führten.
Für Personen, die nicht gerne scharfes Essen zu sich nehmen, ist Capsaicin in Kapselform erhältlich. Diese Kapseln können täglich eingenommen werden.


Zwiebeln

Knoblauch und Zwiebeln sind weitere Lebensmittel, die den Zuckerspiegel im Blut äußerst positiv beeinflussen können. Auch diese Wirkung wurde in einer Studie belegt. Typ-1 und Typ-2 Diabetiker verzehrten rohe, in feine Scheiben geschnittene Zwiebeln. Sowohl bei Typ-1 als auch bei Typ-2 Diabetes erkrankten Personen erfolgte innerhalb weniger Stunden eine signifikante Reduktion des Nüchternblutzucker-Spiegels. Bei Typ-2 Diabetikern senkte der Konsum von Zwiebeln den Blutzuckerspiegel stärker als Wasser und blutdrucksenkende Medikamente.


Grapefruits

Diese erfrischende Obstsorte hat sich bereits einen guten Ruf in Sachen Fettverbrennung gemacht und auch als Blutzuckersenker sorgt die Grapefruit für Furore. Hauptverantwortlich hierfür soll das Flavonoid Naringenin sein, das auch für den leicht bitteren Geschmack der Grapefruit verantwortlich ist. Besonders diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine ähnliche Wirkungsweise wie das körpereigene oder zugeführte Insulin. Ein weiterer Inhaltsstoff ist Inositol, das in der Lage ist, eine Insulinresistenz zu vermindern. Ein frisch gepresstes Glas Grapefruitsaft liefert sowohl Nirangenin als auch Inositol in beachtlichen Mengen.
Etwas Vorsicht ist jedoch bei Personen geboten, die Medikamente einnehmen. Die Grapefruit kann deren Wirkung beeinflussen.


Hafer und Haferkur

Ein Müsli mit Haferflocken ist ein leckeres, ausgewogenes Frühstück und ein natürlicher Blutzuckersenker obendrauf. Hafer zeigt Wirksamkeit in der Verminderung einer bereits bestehenden Insulinresistenz. Eine Haferkur eignet sich hier bestens. Bei dieser wird dreimal täglich Haferbrei gegessen, der zuvor mit Gemüsebrühe oder Wasser aufgekocht wurde.
Eine Studie belegte, dass Typ-2 Diabetiker ihre benötigte Insulinmenge deutlich reduzieren konnten, nachdem sie über zwei Tage lediglich Haferbrei mit einem Gesamtkaloriengehalt von 1000 Kalorien aufgenommen haben. Hafer liefert eine Menge gesunder Ballaststoffe, Magnesium, B-Vitamine und Antioxidantien. Zurecht kann Hafer als Superfood bezeichnet werden!


Zimt

Eines der ältesten Gewürze der Welt! Zimt regt den Zucker-Stoffwechsel an und wirkt auf ähnliche Weise wie Insulin. Forscher fanden heraus, dass ein täglicher Konsum von Zimt den Blutzuckerspiegel deutlich reduzieren kann. Um diese positive Wirkung hervorzurufen, genügt bereits eine tägliche Einnahme von einem halben Teelöffel Zimt. Die Wirkung zeigt sich sowohl auf den Nüchternblutzucker-Spiegel als auch auf den HbA1-Wert.


Erdmandeln

In Wirklichkeit handelt es sich bei den aus der Mittelmeerregion stammenden Erdmandeln um keine klassischen Mandeln, sondern um Knöllchen eines Grasgewächses, die sich unter der Erde befinden. Die Erdmandel enthält einen enorm hohen Anteil an Ballaststoffen von bis zu 30 Prozent und verzögern so die Aufnahme von Glukose aus dem Darm. Folglich steigt der Glukosespiegel im Blut deutlich langsamer an. Für eine Reduktion des Blutzuckers können pro Tag zwei Esslöffel Erdmandelflocken in das Frühstücksmüsli oder ein leckeres Joghurt gemischt werden. Der gute Geschmack der Erdmandel peppt jedes Müsli und Joghurt ordentlich auf.


Heidelbeeren

Diese besondere Obstsorte wirkt regelrecht antidiabetisch und kann der Blutzucker wieder in die richtige Bahn lenken und die Zuckeraufnahme der Zellen erhöhen. Zusätzlich senkt der regelmäßige Verzehr von Heidelbeeren das Risiko, kardiovaskuläre Erkrankungen zu erleiden. Eine 6-wöchige Studie belegte die einzigartige Wirkung. Täglich wurde den Teilnehmern ein Smoothie mit Blaubeerpulver verabreicht. Der tägliche Konsum führte zu einer enormen Verbesserung der Insulinsensitivität und ließ das Risiko, an Diabetes zu erkranken, deutlich absinken. Vor allem die niedrige glykämische Last, sekundäre Pflanzenstoffe und eine Reihe wertvoller Antioxidantien machen die Heidelbeere zu einem wahren Gamechanger in der Behandlung und Vorbeugung von Diabetes.


Rosinen

Die getrockneten Weintrauben sind nährstoffreich und gesund. Einige Experten warnen vor dem Verzehr von Trockenfrüchten bei Diabetes. Für den Blutzuckerspiegel sind Rosinen jedoch deutlich gesünder und besser geeignet als Weißbrot. Dies wurde in einer Studie bestätigt. Probanden und Probandinnen aßen zum entweder 100 Gram Weißbrot oder 70 Gramm bzw. 30 Gramm Rosinen. Das Ergebnis war eindeutig und zeigte, dass beide Rosinenmahlzeiten den Blutzucker essenziell reduzieren konnten, ebenso den Insulinspiegel. Aufgrund dieser Studie kam man zum Schluss, dass Rosinen auch wunderbar von Diabetikern oder insulinresistenten Personen gegessen werden können.


Ingwer

Ein wichtiger Bestandteil sowohl in der Küche als auch in persönlichen Medizinschrank. Neben vielen anderen Fähigkeiten kommt es wenig überraschen, dass Ingwer auch die Blutzuckerwerte senken kann. Mit seinem Wirkstoff Gingerol kann die Insulinresistenz der Zellen deutlich reduzieren und die Glukose besser verwertbar für den Körper machen. Sowohl der Nüchternblutzucker, als auch weitere Marker wie der HbA1c-Wert erholen sich signifikant.


Kurkuma

Mit seiner leuchtend gelben Farbe verleiht Kurkuma nicht nur einigen Mahlzeiten eine besondere Farbe, nein, es glänzt ebenso beim Kampf gegen Diabetes. Als äußerst wirkungsvoll zur Regulierung des Blutzuckerspiegels gilt der in Kurkuma vorhandene, antioxidativ und entzündungshemmende Wirkstoff Curcumin.


Walnüsse

Bereits eine Handvoll Walnüsse täglich hat positive Wirkung auf die Blutzuckerwerte. Besonders Typ-2 Diabetiker profitieren von einer täglichen Aufnahme von Walnüssen, da sich deren Insulinwerte verbessern und der Blutzuckerspiegel konstant gehalten werden kann. Maßgeblich beteiligt sind die ungesättigten, gesunden und entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, welche in Walnüssen zahlreich vorhanden sind. Zusätzlich versorgen diese Nüsse den Körper mit wertvollem Vitamin-E und Antioxidantien, was sich ebenso positiv zur Regulierung des Blutzuckers auswirkt. Überdies wurde in Studien bewiesen, dass Walnüsse zur Gesundheit von Blutgefäßen beitragen, die insbesondere bei Diabetikern stark leiden.


Wakame-Algen

In asiatischen Gerichten findet diese Braunalge breite Verwendung. Das Antioxidans Fucoxanthin wurde als wichtiger Hemmstoff für die Entstehung von Diabetes identifiziert. Fucoxanthin kurbelt zudem die Fettverbrennung an, was sich generell förderlich zur Prävention einer Diabetes-Erkrankung auswirkt.


Bockshornklee

Die tägliche Verwendung des in der ayurvedischen Küche verwendeten Samen kann nachweislich vor Diabetes schützen. Probanden und Probandinnen, die an einer Vorstufe zu Diabetes litten, nahmen an einer Studie teil. Über drei Jahre hinweg erhielten sie täglich 5 Gramm Pulver des Bockshornkleesamens. Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es deutlich seltener zum Ausbruch einer Diabetes-Erkrankung. Demnach wurde das Risiko um mehr als den Faktor 4 im Vergleich zur Kontrollgruppe gesenkt.


Ahornsirup

Laut Forschungsergebnissen enthält Ahornsirup rund 20 Bestandteile, die förderlich für die Gesundheit sind. Wertvolle Mineralien wie Zink und Calcium, sowie das gesunde Vitamin B1 besitzen allesamt eine Zucker-Stoffwechsel regulierende Wirkung. Besonders bedeutend ist außerdem die im Ahornsirup enthaltene Phenolverbindung namens Quebecol, welches während der Herstellung des Sirups entsteht. Quebecol kann Enzyme blockieren, die eine wichtige Funktion in der Entstehung einer Zuckerkrankheit einnehmen.
Aufgrund des hohen Zuckeranteils von bis zu 70 Prozent sollte Ahornsirup nur in geringen Mengen konsumiert werden.

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