Insulinresistenz einfach erklärt

Insulinresistenz einfach erklärt

Heute tauchen wir in die Welt eines oft übersehenen, aber ungemein wichtigen Gesundheitsthemas ein: die Insulinresistenz. Hast du dich jemals gefragt, warum so viele Menschen heutzutage an Typ-2-Diabetes leiden? Oder warum einige Diäten und Lebensstiländerungen bei manchen funktionieren, bei anderen jedoch nicht? Die Antwort könnte teilweise in einem Phänomen liegen, das als Insulinresistenz bekannt ist.

Insulinresistenz ist nicht nur ein medizinischer Begriff, sondern eine alltägliche Realität für Millionen von Menschen. Sie steht im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen, darunter Übergewicht, Diabetes-Typ 2 und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. In diesem Blog-Beitrag erklären wir, was Insulinresistenz ist, wie sie entsteht und warum sie für jeden von uns relevant sein könnte.

Dieser Artikel ist für alle geschrieben, die mehr über dieses Thema erfahren wollen, egal ob du dich einfach nur für Gesundheit und Ernährung interessierst, oder ob du selbst von Insulinresistenz betroffen bist. Lerne zu verstehen, wie unser Körper Zucker verarbeitet und warum dies manchmal nicht so funktioniert, wie es sollte und welche was du selbst tun kannst um die Insulinresistenz zu verbessern. Nimm dir die 5 Minuten Zeit, es wird sich auf jeden Fall für dich und deine Gesundheit lohnen.

Die Rolle des Insulins bei der Insulinresistenz

um die Entwicklung der Insulinresistenz besser verstehen zu können, muss man wissen, welche Funktion Insulin im Körper hat. Insulin ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Steigt der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit an, schüttet der Körper Insulin aus der Bauchspeicheldrüse aus und es gelangt über das Blut zu den Zellen.

An den Zellen angelangt, führt das Insulin dazu, dass Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden kann. Durch die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Zellen sinkt der Blutzucker. Dieser Vorgang ist lebenswichtig, denn die Zellen benötigen den Zucker zur Energiegewinnung und um ihre Funktionen im Körper zu erfüllen. Insulin ist also ein lebenswichtiges Hormon für die Aufrechterhaltung der Energieprozesse in unseren Zellen und somit für unser Überleben.

Entstehung der Insulinresistenz

Wie kommt es also jetzt dazu, dass diese lebenswichtigen Vorgänge aus dem Gleichgewicht geraten? Kurz gesagt bedeutet Insulinresistenz, dass die Zellen nicht mehr genügend auf das Insulin reagieren, obwohl ausreichend Insulin im Blut vorhanden ist. Das wiederum bewirkt, dass zu wenig Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden kann, wodurch der Blutzuckerspiegel ansteigt. Ist der Blutzuckerspiegel erhöht, kann der Arzt dies beim Gesundheitscheck in der Blutabnahme erkennen.

Damit es aber so weit kommt, vergehen meist viele Jahre, in denen eine Kombination an verschiedenen Faktoren vorliegen müssen. Auf diese Faktoren wollen wir im nächsten Kapitel eingehen.

Ursachen der Insulinresistenz 

Hier sind einige der wichtigsten Faktoren, die zur Entstehung der Insulinresistenz beitragen:

  • Vererbung: Bestimmte genetische Faktoren erhöhten das Risiko für Insulinresistenz
  • Übergewicht: Überschüssiges Fettgewebe kann die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin beeinträchtigen und die Insulinresistenz fördern.
  • Bewegungsmangel: Ein mangelndes körperliches Training kann dazu führen, dass deine Zellen resistenter gegenüber Insulin werden.
  • Ungesunde Ernährung: Eine ungesunde Ernährung, die reich an zucker- und fettreichen Lebensmitteln ist, kann zur Entstehung von Insulinresistenz beitragen.
  • Chronischer Stress: Chronischer Stress kann dazu führen, dass dein Körper Cortisol produziert, was wiederum die Insulinresistenz fördern kann.
  • Höheres Lebensalter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Empfindlichkeit deiner Zellen gegenüber Insulin ab, was zur Entstehung von Insulinresistenz beitragen kann.

All diese Faktoren führen dazu, dass die Zellen immer unempfindlicher gegen das Insulin werden. Das Insulin kann also nicht mehr gut arbeiten und der Zucker kann nicht mehr ausreichend aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden. Dadurch kommt es zu einem hohen Blutzuckerspiegel, was sehr ungesund für Gefäße, Nerven und Organe, vor allem Herz, Nieren und Augen ist.

Was sind Symptome der Insulinresistenz?

Die Insulinresistenz selbst spürt man nicht. Aber der erhöhte Blutzuckerspiegel kann Symptome verursachen wie erhöhtes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und möglicherweise Gewichtszunahme. Ist der Blutzuckerspiegel bereits sehr hoch, kann es bereits zu Taubheitsgefühl in den Füßen oder zu Sehstörungen kommen. Bei solchen Symptomen sollte spätestens ein Arzt aufgesucht werden, besser noch ist es, regelmässig einen Gesundheits-Check machen zu lassen um Probleme frühzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen.

Ist eine Insulinresistenz schon Diabetes?

Nein, Insulinresistenz ist nicht gleichzusetzen mit Diabetes, aber sie ist ein Risikofaktor und gewissermaßen ein Vorbote für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes. Früherkennung und Lebensstilanpassungen können die Entwicklung eines Diabetes verzögern oder verhindern.

Was kann man gegen eine Insulinresistenz tun?

Eine Anpassung des Lebensstils ist der Schlüssel: selbst bei genetischer Veranlagung kann durch die richtige Ernährung die Insulinresistenz verbessert und sogar ein Diabetes rausgezögert werden. Grundlage sind regelmäßige körperliche Aktivität, gesunde Ernährung mit wenig schnellen Kohlenhydraten, Stressmanagement und Überwachung deines Körpergewichts. Auch eine regelmässig durchgeführte Haferkur kann die Insulinresistenz verbessern.

Wenn du an Übergewicht leidest, kann eine professionelle Ernährungsberatung helfen. Du kannst dich hierzu bei deiner Krankenkasse erkundigen. Außerdem gibt es z.B. bei der Volkshochschule (VHS) viele nützliche Kurse zur Ernährung, aber auch zu Bewegung und Sportarten aller Art. Hier ist bestimmt auch etwas dabei, das dir Spaß macht. Ein regelmässiger Check-Up bei deinem Hausarzt kann außerdem zeigen, ob du bereits an einem erhöhten Blutzucker leidest und ob dieser behandelt werden muss.  

Was darf man bei Insulinresistenz nicht essen?

Vermeide Lebensmittel, die reich an einfachen Zuckern und gesättigten Fetten sind, wie Fast Food, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke. Stattdessen solltest du auf eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse, magerem Eiweiß und gesunden Fetten konzentrieren.

 

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Insulinresistenz eine Art Vorstufe des Typ-2-Diabetes ist. Wird diese früh erkannt, kann durch eine Anpassung des Lebensstils die Entwicklung eines Diabetes hinausgezögert oder gar verhindert werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei eine ausgewogene Ernährung mit wenig schnellen Kohlenhydraten sowie reichlich Ballaststoffen und Eiweiß.

Disclaimer: Das Informationsangebot dient ausschließlich der Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf der Webseite zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden

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